Schauspielerin Derya (Özgü Namal) und Dramaturg Aziz (Tansu Biçer), ein in der türkischen Theaterszene sehr erfolgreiches Ehepaar aus Ankara, führen mit Tochter Ezgi ein erfülltes Leben. Doch nach der Premiere ihres neuen Theaterstücks ist nichts mehr so, wie es war. Weil sich die beiden vermeintlich zu regierungskritisch geäußert haben, geraten sie quasi über Nacht ins Visier des Staates - und verlieren Arbeit und Wohnung. Sie gehen nach Istanbul, wo sie vorläufig bei Aziz' Mutter unterkommen. Während Aziz Gelegenheitsjobs annimmt und an seinen Überzeugungen festhält, sucht Derya nach einem Ausweg, der sie finanziell unabhängig macht. Nach und nach nimmt die Distanz zwischen ihnen und ihrer Tochter zu. Derya und Aziz müssen sich entscheiden zwischen persönlichen Wertvorstellungen und der gemeinsamen Zukunft als Familie.
İlker Çataks (DAS LEHRERZIMMER) Drama "verhandelt politische Repression nicht als bloße Zustandsbeschreibung, sondern als Prüfstein persönlicher Integrität. Was als Systemkritik beginnt, mündet in eine intime Auseinandersetzung mit Verantwortung, Familie und finanzieller Abhängigkeit. Çatak liefert keine ultimativen Antworten, sondern legt die Fragilität der Freiheit offen, sobald sie einen Preis fordert." (Film-Rezensionen.de) Ausgezeichnet bei der Berlinale mit dem "Goldenen Bär" (bester Wettbewerbsfilm); nominiert für neun Deutsche Filmpreise.
Produktion
Türkei 2026
Verleih
Alamode Film/Filmagentinnen
Regie
Ilker Çatak
Formate
2D
Besetzung
Özgü Namal, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas
Fehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten.